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...und die Hofberichterstattung?

Wenn man den scheinbar Mächtigen psychopathologisch Relevantes unterstellen möchte, um ihre Störungsbilder verstehen zu können, stellt sich fast zwangsläufig die Frage nach ihren Schranzen.

 

Glauben auch die an die Wunsch- und Trugbilder ihrer wahnhaft fabulierenden Objekte? Sitzen die in denselben Elfenbeintürmchen und Wolkenkuckucksheimen wie ihre Günstlinge und Auftraggeber?

Ich bezweifle nicht, dass es solche gibt, die sich für Journalisten halten, die in den Parallelwelten der scheinbar Mächtigen gedanklich zu Hause sein möchten.

 

Ich bezweifle hingegen, dass ausnahmslos alle Journalisten von dem überzeugt sind, was sie senden oder schreiben. Ich befürchte, dass sehr viele von ihnen aus wirtschaftlicher Not heraus oder wegen anderer empfundener Notwendigkeiten mitmachen und dabei ganz genau wissen, welchen Verrat sie an ihrem Berufsstand, an der Gesellschaft und an sich selbst begehen.


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