Wir werden sterben.

Wir alle werden sterben. Ausnahmslos. Alle. Früher oder später. Jünger oder älter. Ja, wir werden alle sterben. Manche von uns hochbetagt im Kreise der Familie im eigenen Bett. Manche von uns viel zu früh und manche von uns ganz allein.

 

Vom ersten bis zum letzten Atemzug sind unsere Gesundheit, unsere körperliche Unversehrtheit und damit unser Leben teilweise höchster Gefahr ausgesetzt.

 

Durch Allergien und angeborene Defekte. Durch unzählige Erkrankungen und unzählige Keime wie Bakterien, Pilze und Viren. Durch Unfälle und Kriminalität, Strahlen und Gifte. In Teilen der Welt durch Naturkatastrophen, durch Angriffe von Tieren, durch Krieg.

 

Zu leben bedeutet auch, Gefahren ausgesetzt zu sein. Zu leben bedeutet auch, hin und wieder krank zu sein. Und immer bedeutet Leben, sterben zu müssen. Das Leben endet mit dem Tod. Das ist so.

Aus welchem Grund unsere Gesellschaften zurzeit einen nicht außergewöhnlich ansteckenden Virus, der weder quantitativ noch qualitativ ganz außergewöhnlich gefährlich ist, zum Anlass nehmen, einen hundertprozentigen "Infektionsschutz" der gesamten Bevölkerung anzustreben, verstehe ich nicht mehr. Ich verharmlose damit keineswegs. Ich leugne schon gar nicht. Ganz im Gegenteil, ich bin für einen sehr vorsichtigen Umgang mit allen potenziellen Gefahren für unsere Gesundheit, auch und gerade mit diesem Virus.

 

Das darf aber nicht bedeuten, vollkommen hanebüchenen Irrsinn zum Maß aller Dinge zu erklären.

 

Das darf nicht bedeuten, hysterisch kreischend mit Zahlen um sich zu werfen, die keinerlei Aussagekraft haben.

 

Das darf nicht bedeuten, von zweiten Wellen zu faseln, Bedrohungen zu fantasieren, ein Desaster herbeizureden.

 


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