...es steht schon lange geschrieben

Hannah Arendt schrieb wohl, dass man die Wahrheit zwar erfolgreich bekämpfen könne, sich aber nichts Gleichwertiges an ihre Stelle setzen ließe, denn die Wahrheit wäre nicht ersetzbar.

Das Resultat ist keineswegs, dass die Lüge nun als wahr akzeptiert und die Wahrheit als Lüge diffamiert wird, sondern dass der menschliche Orientierungssinn im Bereich des Wirklichen, der ohne die Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit nicht funktionieren kann, vernichtet wird.

 

… Konsequentes Lügen ist im wahrsten Sinne des Wortes bodenlos und stürzt Menschen ins Bodenlose, ohne je imstande zu sein, einen anderen Boden, auf dem Menschen stehen könnten, zu errichten."

Der Verlust des menschlichen Orientierungssinnes, der Sturz ins Bodenlose, ist gleichbedeutend mit dem Ende der Demokratie. (Prof. Dr. Ulrich Teusch, Der Krieg vor dem Krieg, FFM 2019, zitiert auf https://fassadenkratzer.wordpress.com/)

 

"Meinungsfreiheit", schrieb demnach Hannah Arendt, "ist eine Farce, wenn die Informationen über die Tatsachen nicht garantiert sind." Dann könnten sich die Menschen nämlich kein Urteil mehr bilden, das in der Wahrheit, in der Wirklichkeit gegründet ist. Nur und ausschließlich darauf aber könne eine Gesellschaftsform freier und selbstbestimmter Menschen basieren. (frei nach Prof. Dr. Ulrich Teusch, ebd.)

 

Wer würde denn aber überhaupt eine Gesellschaftsform freier und selbstbestimmter Menschen wollen?

 

 


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