Steigende Pferde

Wer die Zügel in der Hand hält, hat das Sagen. Der kann sie anziehen, bestimmt, wohin die Reise geht, in welchem Tempo und in welche Richtung.

 

Es gibt ein klares Autoritätsgefälle vom Reiter zum Pferd, vom Meister zum Lehrling, vom General zum Fußvolk, vom Lehrer zum Schüler, vom Vater zum Sohn.

 

Wer so spricht, der denkt so und wer so denkt, der gewährt tiefe Einblicke in seine erkrankte Seele.

Mich überrascht dieses Selbstverständnis nicht, es erschreckt mich schon lange nicht mehr.

 

So denken sie von sich. So sehen sie sich. So spüren sie ihre Macht.

 

Was sie gern übersehen im Rausch der selbstverliebten Überschätzung ihrer Fähigkeiten und Talente ist wohl, dass Esel und Pferd körperlich ihnen überlegen sind und das dieser eine Ruck am Zügel der Ruck sein könnte, der letztlich noch zum Abwurf führt.


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