"Dummheit"?

Wenn ein mäßig ausgebildeter und kaum mit Lebens- oder Berufserfahrung ausgestatteter junger Mann sich um ein politisches Mandat bemüht, das ihm aller Voraussicht nach für den Rest seines Lebens eine sehr gute Versorgung in materieller Sicherheit aus Steuermitteln bescheren würde, frage ich mich, ob man ihn dafür kritisieren oder diffamieren muss. Sollte man nicht vielmehr zunächst anschauen, was er inhaltlich zu sagen hat?

 

Ich verstehe diesen jungen Mann in mancher Hinsicht vielleicht ganz gut. Nicht viel mehr vorzuweisen als Luftschlösser sowie eine geschickte Rhetorik, diese gewisse Ausstrahlung und eine telegene Wirkung auf eben jene, die die besagten Steuermittel zukünftig aufbringen müssen.

Kaum eine andere Chance, etwas ähnlich Lukratives zu machen. Da hätte ich in seiner Situation vielleicht auch versucht, an die entsprechenden Tröge am Ende des Regenbogens zu gelangen. Und deswegen so manches dahergeredet, was so manchem ziemlich "dumm" vorkommen mag.

 

Ist er deswegen "dumm"? Keineswegs. "Dumm" wären, wenn überhaupt, vielleicht diejenigen, die ihn wählen. Aber das würden sie ja dann selbst merken, früher oder später.

 

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher."

angeblich von Albert Einstein,

Physiker, 1879 - 1955


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