Konsistenz

Ich bemühe mich um ein möglichst wenig widersprüchliches Denken und Verhalten, weil ich festgestellt habe, dass Inkonsistenz mich unglücklich macht. Wenn andere Menschen sich nicht konsistent verhalten oder ich selbst nicht konsistent denke oder handele, erzeugt das immer Unwohlsein in mir.

 

Dazu gehören Ungerechtigkeit und Unfairness, Korruption, Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme, aber auch Bigotterie, Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß. Inkonsistenz kommt in unzählig vielen Verkleidungen daher, aber immer erregt sie in mir Übelkeit, Widerwillen oder Abscheu und letztlich Ablehnung.

 

Wer ständig lügt und betrügt, wer immer gegen seine eigenen Grundsätze oder Werte oder Überzeugungen verstößt, wer sich ständig widerspricht oder vollkommen unlogisch argumentiert, wer nach dem Nasenprinzip beurteilt und verurteilt, wer ein und denselben Sachverhalt mal so und mal so darstellt, wer also in ständiger Inkonsistenz lebt oder leben muss, der kann nach meiner Beobachtung nicht glücklich sein.

 

Ein Leben ohne das Bemühen um Konsistenz stelle ich mir anstrengend und sehr unbefriedigend vor, muss es doch zu ständiger kognitiver Dissonanz führen.


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