Menschen ohne Angst wären unregierbar

Wenn wir keine Angst mehr hätten, wären wir nicht mehr zu regieren. Wie sollten sie uns führen, wenn wir keine Angst mehr hätten?

 

Wenn wir Vertrauen hätten, Mut und Zuversicht - wie sollten sie uns verführen zu dem Verhalten, dass sie von uns wollen? Wie sollten sie uns leiten zu den Töpfen mit Belohnungen, die sie für uns bereithalten?

 

Wenn wir wüssten, wer wir sind und was wir brauchen - wie sollten sie uns bei der Stange halten? Wie sollten sie uns begeistern für ihre Überzeugungen? Wie sollten sie uns dazu bringen, ihre Werte ungefragt zu übernehmen?

Wer sich seiner eigenen Wünsche und Fähigkeiten bewusst ist, seine Furcht und seine Ängste verstehen kann, der wird nicht mehr so bereitwillig auf ihre Versprechungen und Anweisungen eingehen wollen.

 

Wer sich seiner Defizite bewusst ist und seiner Stärken, der wird nicht mehr so schnell auf ihre wohlfeile Hilfe angewiesen sein. Wer mit sich zufrieden sein mag, braucht nicht immer wieder neue Bestätigung von Leuten, die wir gar nicht kennen.

 

Wer sich wohlfühlt in seiner Haut und in seinem Umfeld Halt findet, Zuspruch und ehrliche Wertschätzung, der braucht sie nicht zu fürchten.


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